10.04.2010

Lauriser Literaturpreis

Aus der Begrüundung der Jury:

»In souverän durchgehaltener Rollenprosa entblößt sich das Böse, das wie guter Wille, ja Unschuld aussieht. Der Autor dekonstruiert die Muster des Schelmen- und des Dandy-Romans wie des Roadmovies und macht so eine gesellschaftliche Entwicklung des um sich greifenden Zynismus sichtbar.«

12.03.2009

Neue deutsche Helden

»Thomas Klupp trifft in seinem ersten Roman Paradiso den naturtrüben Slang und die schlingernden Herzen der Studenten von heute.«

»Klupp demonstriert eine Durchlässigkeit zur Wirklichkeit und eine atmosphärische Genauigkeit, einen souveränen Umgang mit allen möglichen Stilmitteln von Humor bis Groteske. […] Am Ende glaubt man, einen kleinen Gesellschaftsroman der Gegenwart gelesen zu haben.«

Hans-Peter Kunisch

12.03.2009

Ein todkomisches Roadmovie

»Paradiso ist die ad absurdum geführte Heldenreise eines moralischen Fliegengewichts – ein todkomisches Roadmovie, das einen Besserung geloben lässt. Für alles, egal was.«

10.03.2009

Narziss und die Spermarados

»Paradiso enthält alles, was ein gebrochener Ich-Erzähler auf der Suche nach sich selbst braucht: Provinz, Pubertät, Pickel. Es geht um Frauen und Drogen, um Weltekel und um literarische Erfahrungen. (...) Zudem ist Klupp ein Meister der schnell zu entdeckenden literarischen Referenz. In welche Situation er seinen Alex Böhm auch verwickelt - der Literaturkanon ist nie weit.«

Verena Mayer

08.03.2009

Lügen lernen

»Knietief in Weiden: Thomas Klupps furioser Debütroman Paradiso. (...) Zu den vielen Stärken dieses Romans von Thomas Klupp (...) gehört freilich auch, dass die Abgründe und das Gewaltpotenzial, sie sich in solch einem vermeintlich harmlos-alltäglichen Typen verbergen, erst allmählich sichtbar werden. Mit seiner scheinbaren Offenherzigkeit und zur Schau gestellten Reue bekommt Alex den Leser beinahe genauso rum wie die treuherzige Leni am Baggersee - da vergisst man schon mal leicht, dass er naturgemäß ein unzuverlässiger Erzähler ist.« mehr...

Oliver Pfohlmann

21.02.2009

Der Hänger im Roggen

»Man kann Literaturgeschichte auch einmal so erzählen, als Ahnenreihe: J.D. Salinger - Paul Schrader - Bret Easton Ellis - Christian Kracht und, nun ja, Thomas Klupp. Also "Der Fänger im Roggen"; "American Gigolo" - "American Psycho" - "Faserland" - "Paradiso". Das wäre eine mögliche Genealogie einer Erzählkunst des bösen Blicks, der illusionslosen, zynischen Weltverwerfung, aber auch des Leidens an einer vor langer Zeit verlorenen Unschuld.« mehr...

Richard Kämmerlings

10.07.2009

Cool + ästhetische Valeurs

»Es ist ein Roman, den ich cool nennen würde. Und cool ist eine Eigenschaft, die ja auch ästhetische Valeurs haben kann. Das Interessante an dieser Geschichte: Die Coolheit selbst wird auf eine spannende Art hinterfragt. Es wird erzählt, wie viel Skrupellosigkeit, wieviel Opportunismus, wieviel Heuchelei dazugehört, eine coole Fassade aufzubauen. (...) Thomas Klupp schafft es in einem unglaublich starken, ringenden Tonfall, der sehr nah an der mündlichen Rede ist, das Psychogramm eines jungen Narziss und Opportunisten zu schildern, in den man sich sofort verliebt, und in gleichem Maße kann man ihn abstoßend finden.«

Ijoma Mangold

 






02.03.2009

Monolog eines Blenders

»In einem atemberaubenden Monolog lässt Thomas Klupp in «Paradiso» seinen Helden erzählen, wie der sich als Blender, Schönredner und Lügner durchmogelt. Der Debütroman des Autors lässt sich durchaus als rasantes Filmszenario vorstellen.«



24.02.2009

Erlanger als Star am Autorenhimmel

»Der Literatur-Kritiker der intellektuellen Frankfurter Allgemeinen Zeitung vergleicht das Buch schon mit dem Jugend-Klassiker Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger (90)«

15.02.2009

German Psycho

»Klupp ist ein großartiger Gesellschaftsroman gelungen. So wie Patrick Bateman (ohne Schlachtermesser und Säge) in "American Psycho" einer von vielen in den 80er-Jahren war und für das Jahrzehnt, in dem Materialismus, Markenmacht und das Denken in ökonomischen Kategorien ihre Siegeszüge begannen, stand, so sind wir heute alle ein bisschen Alex. Der moderne Mensch beherrscht die moralisch-korrekte Kommunikation; da falsche Worte eine schärfere Ächtung nach sich ziehen als verwerfliche Taten, ist Bigotterie nur konsequent.« mehr...

Matthias Wulff



27.02.2009

Die Geschichte eines begnadeten Aufschneiders und Maulhelden

»Das ist das Raffinierte am Debütroman „Paradiso“ (Berlin Verlag) des 1977 in Erlangen geborenen Thomas Klupp: Dass alles so harmlos beginnt...« mehr...

Jobst-Ulrich Brand


27.02.2009

Ins Herz der Finsternis

»Diese Art Nestbeschmutzung ist ein Gewinn für eine Region. Wer daraus Herabwürdigendes abliest, hat nichts verstanden.«

Reinhold Willfurth

 


21.02.2009

Liebe, Mord und Drogenrausch

»In schlankem, lässigem Deutsch räsoniert der in Berlin lebende Autor Thomas Klupp, 31 über Ex-Schulkameraden und Tankstellen-Prolls, Schuppenflechte und Beziehungsfrust, die bösen Drogen und den lieben Gott.« mehr...

Wolfgang Höbel


Es gelingt ihm, was kaum einem Autor gelingt

Jochen Schmidt

»Thomas Klupp weiß genau, was er tut, und trotzdem kreist sein Buch unberechenbar und in rätselhafter Weise um etwas Unbeantwortbares: die Frage, wie man leben soll. : einen Charakter in die Literatur einzuführen. Erwachsen zu werden ist ein brutaler Vorgang. In der Bundesrepublik, dieser alles niederdrückenden Provinz, wo die Autobahn der einzige Ort für Begegnungen ist, kann ein Tritt ins Gesicht für Hoffnung stehen, weil er ein Lebenszeichen ist und von der Sehnsucht nach Liebe erzählt.«

Furioser Gedanken-Roadmovie

Saša Stanišić

»Dieser Alex hier ist der echteste, trockenste, komischste Typ, dem ich seit Jahren zuhören durfte. Dem ich liebend gern zugehört habe in diesem furiosen Gedanken-Roadmovie, das Thomas Klupp entfesselt hat. Ein gutes Buch muss bekanntlich umhauen können. Paradiso ist ein Boxer mit einer Linken aus sprödem Witz und einer Rechten aus kompromissloser Ehrlichkeit.«

Sog aus Amoralität, Lügen und Schamlosigkeit

Thomas Brussig

»Fünf Seiten gebe ich dem Leser. Wenn er sich bis dahin nicht von diesem Buch losreißen konnte, wird er von einem Sog verschlungen, einem Sog aus Amoralität, Lügen und Schamlosigkeit. Thomas Klupp schreibt nicht so harmlos, wie er aussieht, und er spricht aus, was Sie schon immer fühlten, aber nie zu denken wagten.«

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14.05.2009

Grandioses Debüt

»Ungelogen: Unser Debütroman des Jahres.«

Thomas Schindler

21.02.2009

Intelligenter Drecksack

»Dieser junge Mann, Mitte Zwanzig dürfte er etwa sein, ist nicht nur ein eitler Hypochonder und ein Neurotiker vor dem Herrn, sondern ein ziemlich intelligenter Drecksack noch dazu. Einer, der sich das Leben mit kleinen und großen Lügen und Betrügereien so hingebogen hat, dass es auf den ersten Blick irgendwie hinhaut. In Wahrheit aber steht er in einer unendlichen Abhängigkeitskette, die bald nicht mehr zu kontrollieren sein dürfte. Das weiß Böhm auch; das macht ihn zu einer Art tickender Zeitbombe, zu einer beinahe diabolischen Figur, die das Gute kennt und stets das Böse schafft.« mehr...

Christoph Schröder

29.01.2009

Geheimtipp?

»Thomas Klupps Roman Paradiso ist gerade erschienen, er ist angeblich der Geheimtipp des Frühjahrs.« mehr...

Hanns-Josef Ortheil

10.03.2009

Lieb Faserland, magst ruhig sein

»Klupp versteht sein Handwerk, in diesem Fall: die kühle Rollenprosa eines Welt- und Menschenhassers, der - mal als zerknirschter Sünder, dann stolz und dreist wie ein gefallener Engel - sanft und ungerührt durch die Hölle von Sexshops, Autobahnraststätten, Puffs und Provinzkneipen wandert.«

Martin Halter

02.03.2009

Lügnerisch

»Ein geborener Geschichtenerzähler.«

21.02.2009

Faserland reloaded

»Dass Paradiso in seiner ganzen seltsamen Eigenständigkeit und Perfektion durchaus mit Krachts "Faserland" mithalten kann und haushoch über den anderen Debüts des Frühjahrs steht, das stellen wir jetzt einfach mal in den literarischen Raum. Wenn Sie sonst niemanden treffen müssen von den Jungen, dieses Arschloch müssen Sie treffen in diesem Frühjahr. Auch wenn's weh tut.« mehr...

Elmar Krekeler, Die Literarische Welt


10.05.2009

Tour de force

»Diese mitreißenden zweihundert Seiten anspruchsvoller und äußerst unterhaltsamer Prosa sind auch das Psychogramm eines jungen Mannes, der im Lauf von 24 Stunden beinahe den Verstand verliert. Eine literarische tour de force.«


02.04.2009

Rasant und warmherzig

Thomas Klupp wird dieses Jahr mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Begründung der Jury:

»Paradiso ist ebenso ein rasantes literarisches Roadmovie wie ein warmherziger Entwicklungsroman; damit hat sich eine wunderbare neue Erzählerstimme zu Wort gemeldet.«


07.03.2009

Genial aufgeschrieben

»Ein hinreißendes, rotzfreches und unverschämt ehrliches Debüt, das Klupp da vorgelegt hat. Wirkt tief und lang anhaltend.« mehr...

Tanja Kasischke, Märkische Allgemeine Zeitung

 





03.03.2009

Weiden-Roman sorgt für Furore

»In der Oberpfälzer Heimat wird man "Paradiso", erschienen im "Berlin Verlag", wohl eher als Skandalgeschichte lesen. (...) "Wenn man etwas liebt", sagt Thomas Klupp, "heißt das ja nicht, dass alles schön und gut ist." « mehr...



06.02.2009

Blenden und Täuschen

»Über mangelnde Aufmerksamkeit für sein Romandebüt kann sich Thomas Klupp nicht beklagen. (...) Klupp lässt diesen Taugenichts mit trockenem Humor und geradezu brutaler Offenheit um seine innere Leere kreisen. Und bringt dabei das Kunststück fertig, in ganz leisen Tönen auch ein Verlangen nach Erfahrungen jenseits von Täuschung und Konkurrenzdenken zur Sprache zu bringen - ein anderes, vielleicht richtiges Leben im falschen« mehr...

Holger Schlodder


14.02.2009

Weltschmerz am Tankstellenshop

»Paradiso hebt sich von der breiten Masse der Midtwenties-Breakdown-Romane deutlich ab.« mehr...

Kolja Mensing



03.02.2009

Gefährlich gut geworden

»Thomas Klupp zeichnet das gnadenlos böse und komische Portrait eines Blenders, hin- und hergerissen zwischen übersteigerten Hassattacken auf die Welt und dem sentimentalen Glauben daran, dass alles gut wird. Gefährlich gut geworden ist auf jeden Fall dieser brillante Erstling, eines der besten Debüts dieses Frühjahrs.« mehr...

Christian Möller


Thomas Klupp schafft es, den Leser zu überraschen

»Beeindruckend,wie Klupp aus dem harmlosen Studenten einen skrupellosen Betrüger mit kriminellem Potenzial entstehen lässt.«

Nina Seegers, BREMER, Buch des Monats

 


05.03.2009

Erwachsen werden

»Dieser scheinbar naiv vorgetragene Reisebericht hat auch einen doppelten Boden und zeigt ein gemeines Deutschlandbild und die Suche eines gar nicht so schlechten Kerls nach dem richtigen Leben.«

XAVER, Buchtipp des Monats

 


Rauschhaftes Dahingleiten

»Klupp evoziert hitzeflirrende Bilder von überbelichteter Schönheit. «

Kieler Nachrichten